Keine Angst vorm Gynäkologen | U by Camelia®

Das erste Mal ist bestimmt aufregend. Aber sicher kein Grund Angst zu haben: Der Besuch beim Gyn. Wann es soweit ist, bestimmst du. Manche Frauen warten, bis sie die Pille verschrieben haben möchten. Bei anderen ist ein akutes Problem – zum Beispiel auffälliger Ausfluss, Jucken oder Brennen in der Scheide oder sehr starke Periodenschmerzen –  der Anlass, einen Termin beim Arzt zu machen. Du kannst aber auch einfach dann gehen, wenn du das Gefühl hast, dass es für dich der richtige Moment ist. Je früher die regelmäßigen Checkups beim Gyn Routine für dich sind, desto besser.

Ob Frauenarzt oder Frauenärztin ist übrigens komplett Geschmacksache. Wenn du nicht sicher bist, was dir lieber ist, kannst du auch erst einmal beim Beratungsgespräch ausprobieren, ob du dich mit dem Gyn deiner Wahl wohl fühlst, bevor du in einem weiteren Termin die eigentliche Untersuchung in Angriff nimmst.

Die Untersuchung. Dein Besuch beim Gynäkologen fängt in der Regel an seinem oder ihrem Schreibtisch an. Hier will der Doc dich erst einmal kennenlernen (bzw. – wenn er dich schon kennt – auf den aktuellen Stand gebracht werden). Er stellt dir Fragen zu dir und deiner Familie, möchte wissen, ob es Erkrankungen oder OPs gegeben hat, die für ihn relevant sind, ob du deine Tage schon hast und ob alles bislang normal verlaufen ist. Vielleicht ist es dir unangenehm, über intime Dinge zu sprechen. Das sollte es aber nicht. Wichtig ist, dass du offen bist und ansprichst, wenn dir irgendetwas merkwürdig vorkommt oder du etwas nicht verstehst. 

Die eigentliche Untersuchung besteht aus zwei Teilen: Angefangen wird in der Regel mit der Brustuntersuchung. Dein Arzt tastet deine Brüste nach Knoten oder anderen Auffälligkeiten ab. Dafür musst du dein Oberteil und deinen BH ausziehen.

Der zweite Teil der Untersuchung findet auf dem gynäkologischen Stuhl statt. Hierfür machst du deinen Unterkörper frei. (Dein Oberteil ziehst du vorher wieder an. Du bist zu keinem Zeitpunkt der Untersuchung komplett nackt.) Der spezielle Behandlungsstuhl des Frauenarztes ist am Anfang sicher etwas gewöhnungsbedürftig, weil du zurückgelehnt sitzt und deine Beine breit machen musst. Versuch dich möglichst zu entspannen (auch wenn das beim ersten Mal bestimmt nicht ganz leicht ist).

Der Arzt untersucht zuerst deine Scheide und deinen Muttermund. Dazu spreizt er den Scheideneingang mit einem Instrument vorsichtig auseinander. Das tut nicht weh, ist aber natürlich ungewohnt und fühlt sich kalt an. (In manchen Praxen werden die Instrumente deshalb vorher angewärmt.)

Dann macht der Arzt einen Abstrich. Dazu geht er mit einem sehr langen Wattestäbchen tief in deine Scheide und kann so ein paar Zellen direkt von deinem Muttermund entnehmen. Das merkst du aber fast gar nicht. Es kann lediglich ganz leicht ziehen. Diese Untersuchung ist zum einen eine wichtige Krebsvorsorge. Sie wird aber z.B. auch gemacht, um zu sehen, ob vermehrt Bakterien oder Pilze in deiner Scheide sind.

Bei der sogenannten „bimanuellen Untersuchung“ wird geschaut, ob mit deiner Gebärmutter alles in Ordnung ist. Dein Arzt geht mit einem oder zwei Fingern der rechten Hand in deine Scheide und ertastet deine Gebärmutter. Gleichzeitig drückt er mit der linken Hand auf deine Bauchdecke. So kann er beurteilen, ob alles so ist, wie es sein soll.

Zur Untersuchung der innenliegenden Geschlechtsorgane kann zusätzlich Ultraschall eingesetzt werden. Dafür wird eine Ultraschallsonde in deine Scheide eingeführt. Auch das tut nicht weh. Der Arzt kann dann auf dem Monitor sehen, wie es in deiner Gebärmutter aussieht und ob deine Eierstöcke gesund sind. (Ultraschalluntersuchungen werden übrigens regelmäßig in der Schwangerschaft gemacht, denn auch das Baby kann man sich so auf dem Bildschirm anschauen.)

Keine der Untersuchungen beim Frauenarzt tut weh. Manche können nur etwas unangenehm sein. Je besser du entspannst, desto unproblematischer ist es für dich. Versuch, nicht die Luft anzuhalten, sondern atme ruhig und tief ein und aus. Lass den Po fallen und mach ihn schwer, aber spann ihn nicht an. Und noch ein Tipp: Geh am besten vorher auf die Toilette. Eine volle Harnblase ist nicht wirklich optimal für eine gynäkologische Untersuchung – weder für dich, noch für den Gynäkologen.

Übrigens: Wenn du deinen Termin beim Gyn abmachst, achte darauf, dass du dann nicht gerade deine Tage hast. Bei akuten Beschwerden kannst du natürlich auch während deiner Periode zum Frauenarzt gehen.
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