Das Baby ist da – der Bauch geblieben?

Das Baby ist da - der Bauch geblieben | U by Camelia ®

Während der Schwangerschaft verändert sich dein Körper komplett. Dein Bauch wird immer dicker – und das Leben anstrengender. Deine Brüste wachsen. Durch die Schwangerschaftshormone wird dein Gewebe weich und elastisch. Muskeln, Sehnen und Bänder müssen sich dehnen können, um Platz zu schaffen, für das neue Leben, das in dir wächst.

Deine beiden geraden Bauchmuskelstränge schieben sich auseinander. Diese „Rektusdiastase“ muss sich nach der Schwangerschaft wieder zurückbilden, was du dann später mit Rückbildungsgymnastik unterstützt. Dein Körper trägt das ganze zusätzliche Gewicht deiner Gebärmutter. Besonders dein Beckenboden ist dabei gewaltig gefordert. Deshalb ist es ideal, wenn du die Muskulatur hier schon vor der Geburt gezielt trainierst, zum Beispiel mit Pilates-Übungen. Überhaupt ist sanftes Training in der Schwangerschaft sinnvoll – vorausgesetzt natürlich, alles läuft normal und du bist gesund. So kannst du typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie z.B. Rückenschmerzen vorbeugen, hältst deinen Kreislauf in Schwung und dich fit für die Geburt.

Die Geburt. Sie braucht neun Monate Vorbereitung und ist eine gewaltige Leistung für dich und deinen Körper. Ganz normal, dass danach nicht direkt wieder alles ganz normal ist.

Sechs Wochen – so lange dauert es, bis dein Fortpflanzungssystem nach der Geburt wieder halbwegs im Normalbetrieb läuft. Und es ist ziemlich faszinierend, was dein Körper auch während des „Wochenbetts“ (so nennt man diesen Zeitraum) wieder leistet.

Während der Schwangerschaft erreicht die Gebärmutter das 20-fache ihrer Größe und wiegt rund ein Kilo. Nach der Geburt muss sie wieder ihre Ursprungsgröße und ihr ursprüngliches Gewicht von etwa 70 Gramm erreichen. Diese „Rückbildung“ (so nennt man den Prozess) meistert dein Körper mit Hilfe einer ausgeklügelten Kooperation zwischen Muskeln und Hormonen. So zieht sich beim Stillen (und der damit verbundenen Ausschüttung des Stillhormons Oxytocin) dein Muskelgewebe zusammen. Wenn du zum ersten Mal ein Kind bekommen hast, merkst du die Kontraktionen nur durch ein leichtes Ziehen im Unterleib. Bei Frauen, die schon mehrere Geburten hatten, können diese „Nachwehen“ sehr unangenehm sein, weil sich die schon vorgedehnte Gebärmutter stärker zusammenziehen muss.

Im Wochenbett wird auch alles andere wieder in Stand gesetzt: Durch die Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand unmittelbar nach der Geburt entsteht eine Wunde. Die heilt jetzt langsam ab. Dabei tritt das Wundsekret als „Wochenfluss“ aus der Scheide aus. Das ist in etwa wie eine sehr starke Periode. Leider etwas unangenehm. Aber mit extra saugfähige Binden bist du gut gewappnet.

Auch deine Beckenboden- und Bauchmuskulatur, die von Schwangerschaft und Geburt ziemlich mitgenommen ist, musst du jetzt langsam wieder in Form – und zum Funktionieren – bringen. Mit leichter Beckenbodengymnastik und sanftem Training der seitlichen Bauchmuskeln kannst du gleich nach der Geburt anfangen. Deine Hebamme zeigt dir Übungen, die jetzt schon erlaubt sind. Wichtig ist, dass du wegen der Rektusdiastase (über die hatten wir weiter oben gesprochen) deine geraden Bauchmuskeln noch nicht belastest. Deshalb drehst du dich z.B. beim Aufstehen aus dem Bett am besten immer erst auf die Seite.

Bei allem was du tust, mach dir immer bewusst: Eine Geburt ist nicht gerade mal nebenbei erledigt und Rückbildung keine Wettkampfdisziplin. Du musst niemandem etwas beweisen. Gönn dir die Zeit, die du brauchst und genieß jeden Moment mit dem neuen kleinen Menschen in deinem Leben. Dein flacher Bauch ist wieder genauso schön, wenn du ihn erst ein paar Wochen später zurückbekommst.

 

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